Mushoju Zen Dojo Wien

Wenn ihr mit geistigen Freunden im Dojo seid, um das große und kostbare Zazen zu praktizieren, dürft ihr diese Gunst nicht vergessen. Sie ist wichtiger als irdische Bindungen, die nicht ewig sind.

 

- Taisen Deshimaru (1914-1982)

Die Sangha ist die Gemeinschaft der Praktizierenden. Sie ist ein Aspekt dessen, was man im Zen die Drei Schätze nennt (Buddha, Dharma, Sangha), und ohne die eine authentische Praxis letzten Endes nicht möglich ist. Alle Wesen befinden sich in wechsel­seitiger Ab­hängigkeit mit der Umgebung. In der Sangha ist dieser gegen­seitige Ein­fluss günstig für alle Übenden. Man begegnet wahren geistigen Freunden und erhält deren Unter­stützung auf dem Weg. Daher ist es wichtig, sich im Dojo mit den anderen in Einklang zu bringen - wie Milch und Honig, die sich voll­kommen vermischen, ohne deshalb ihre Eigen­schaften zu verlieren. Die Sangha wird so zu einem Spiegel unserer wahren Individualität, die nie getrennt ist vom Ganzen. Durchdrungen vom Geist der gemein­samen Zazen-Praxis, erlaubt sie uns, die wahre Freiheit jenseits unseres Egoismus zu finden, und wahre Weisheit des Handelns zu entwickeln: in Harmonie mit unserer Umgebung, jedoch ohne Verstrickung oder Abhängigkeit.