Mushoju Zen Dojo Wien

Die Blumen fallen, obwohl wir sie lieben. Das Unkraut wächst, obwohl wir es nicht mögen.

 

- Eihei Dogen (1200-1253)

Die Lehre Buddhas hat ihren Ursprung in der gelebten Erfahrung. Zur Zeit Shakyamunis gab es in Indien zahllose philosophische Systeme und Religionen, die Gegensätze und Dispute mit sich brachten. Buddha verwarf solche Auseinandersetzungen als einseitig und hohl. Von metaphysischen Diskussionen hielt er Abstand, da diese ihm nicht den Kern einer authentischen Suche nach Weisheit zu berühren schienen, sondern einen Zwiespalt schafften zwischen dem Menschen und dem Weg der Befreiung vom Leiden. Die Argumente Buddhas gründeten tief in der menschlichen Erfahrung und folgten zwei Kriterien: nichts behaupten, was nicht sicher ist; nichts behaupten, was für die Menschen nicht nützlich ist. Buddha hatte nicht die Absicht, eine neue Religion zu erschaffen, sondern er wollte dem Menschen helfen, die Quelle seines Leidens zu verstehen und sich davon zu befreien. Der Ausdruck dukkha (wörtlich: schwer zu ertragen) bezeichnet im Sanskrit dieses Leiden als die grundlegende Unerfülltheit subjektiven Daseins. Der Wirklichkeit von Unbeständigkeit und wechselseitiger Abhängigkeit unterworfen, sind Glück und Unglück menschlicher Existenz gleichermaßen durchdrungen von dukkha - der ersten der Vier Edlen Wahrheiten der Lehre Buddhas.

 
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